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Stauseespektakel 2015


Schon Tage vorher verhieß der Wetterbericht nichts Gutes: Temperaturen zwischen 14° und max. 18°C waren angesagt, kombiniert mit Wind und mehr oder weniger Regen. Am Morgen des 20. Juni 2015 präsentierte sich das Stauseebad Cossebaude bei 12°C Lufttemperatur mit dicken Wolken, kräftigem Wind - natürlich besonders auf dem Damm - und 19°C Wassertemperatur. Alles andere als optimale Bedingungen für das Stauseespektakel! Im Verlaufe des Tages wurde es tatsächlich 3 Grad (!) wärmer, es schauerte immer wieder, wobei dann gleichzeitig der Wind auffrischte und für Wellen sorgte. Es gab aber auch kurze sonnige Momente, die zum Abend länger wurden.

Ausgetragen wurde an diesem Samstag das 34. Einzelzeitschwimmen über 500 m, das 36. Langstreckenschwimmen über 1000 m mit Altersklassenwertung und integrierter Sächsischer Hochschulmeisterschaft, das 36. Langstreckenschwimmen über 2000 m mit Pokalwertung und integrierter Offener Sächsischer Hochschulmeisterschaft, eine 500 m Fitnessrunde für jedermann und als neuer Höhepunkt das 1. Stausee-Teamschwimmen für Teams mit jeweils 4 Schwimmern über je 500 m.

Die jüngsten Schwimmerinnen und Schwimmer (6- bis 11-Jährige) starteten über eine kleine Hindernisstrecke, um sofort anschließend 100 m im Stausee um die Wette zu schwimmen. Die kühlen Temperaturen erforderten geradezu eine gute Erwärmung, die von der Veranstaltungsleiterin Antje Meister persönlich übernommen wurde. Die Kinder (kleine und größere) sowie vereinzelt auch die Eltern hatten sichtlich Spaß beim mitmachen und danach konnte es losgehen! Der Hindernisparcours wurde von allen hervorragend gemeistert und mutig stürzten sich selbst die Kleinsten in den See.

Überrascht über das kühle Wasser, die Wellen und die ungewohnte Wettkampfsituation erschraken dann doch einige und wurden von den Rettungsschwimmern der Wasserwacht Dresden Land wieder an Land gebracht. Die meisten jedoch schafften die Mutprobe und bewältigen stolz ihren vielleicht ersten Freiwasserwettkampf.

Die Rettungsschwimmer der Wasserwacht Dresden Land sicherten im Übrigen mit mehreren Booten und einer Vielzahl ihrer Kameraden den gesamten Wettkampf ab. Dabei halfen sie im Weiteren auch noch einigen erfahrenen Schwimmern, die einfach Probleme mit dem kalten Wasser (Muskelkrämpfe) oder den Wellen (Verschlucken, Atemnot) bekamen. Vielen Dank an dieser Stelle für ihren Einsatz!!! Einen ernsten Notfall gab es glücklicherweise an diesem Tag nicht.

Beim Einzelzeitschwimmen starten die Schwimmerinnen und Schwimmer im Abstand von jeweils 30 Sekunden und absolvieren den mit Bojen abgesteckten Rundkurs mit einer Länge von 500 m. Jeder schwimmt sein Tempo, aber dadurch angespornt seinen Vorgänger einzuholen oder nicht vom Nachfolger überholt zu werden.

Als der Start der Jüngsten für die lange Strecke von 500 m bevorstand, war es gerade wieder besonders windig und „wellig“, so dass die Veranstaltungsleitung entschied, die Strecke zu verkürzen. Die Kinder wurden mit den Rettungsbooten bis zur „letzten“ Boje draußen gebracht und mussten so „nur“ 225 m bis zum Ufer zurück schwimmen. Gerade die Fahrt mit dem Motorschlauchboot wird ihnen bestimmt in Erinnerung bleiben.

Das Langstreckenschwimmen wurde in drei Gruppen nach Altersklassen geteilt geschwommen. Über die 1000 m starteten so nacheinander im Massenstart die Jugendlichen bis 19 Jahre, die Erwachsenen zwischen 20 und 49 Jahre und die reiferen Masters ab 50 Jahre - jeweils Frauen und Männer gemeinsam. In der mittleren Altersklasse kam dabei ein Starterfeld von immerhin 38 Sportlern zustande, welches beim Start das Wasser ordentlich schäumen ließ und die Karpfen im See veranlasste, sich ein anderes ruhiges Plätzchen zu suchen.

In der offenen Pokalwertung über 2000 m hatten die insgesamt 25 Starter den Rundkurs 4 x zu umschwimmen. Den Pokal sicherte sich bei den Frauen Jenny Wachsmuth und bei den Männern Tim Wagner. Beide starteten für die 1. Dresdner Schwimmgemeinschaft.

Einen besonderen Höhepunkt bildete zum Abschluss das 1. Team-Schwimmen über 4 x 500 m. Immerhin begaben sich noch einmal 5 Mannschaften auf die Strecke, von denen sich „Die Spätzünder“ tatsächlich erst in letzter Minute zum Start entschieden, nachdem sie unseren Abteilungsleiter Schwimmen/Wasserball vom USV, Heiko Werdin, als vierten Starter gewinnen konnten.
Es waren schließlich 3 Damen-Teams, ein Herren- und ein Mixed-Team in der jeweiligen Wertung am Start. Der Einsatz hat sich für alle gelohnt, denn für die Plätze 1 bis 3 gab es Präsentkörbe. Diese waren prall gefüllt mit leckeren Sachen der Region von der Lausitzer Früchteverarbeitung GmbH (Sohland), von Werner's (Freital), der Adler-Brauerei (Coswig), der Kohrener Landmolkerei GmbH (Penig) und der Teehaus GmbH (Radebeul).

Das Wetter war wirklich nicht zum Baden einladend, trotzdem sprangen ca. 120 Schwimmerinnen und Schwimmer insgesamt 210 x ins Wasser. Die meisten bestätigten anschließend, dass es im Wasser viel angenehmer war als draußen! Dafür, dass es ein gelungener Freiluftwettkampf wurde, sorgte das ganze Organisationsteam: für die Sportler standen ausreichend Pavillons zur Verfügung, um zumindest die Sachen trocken zu lagern, der Wettkampf wurde zügig durchgezogen und Siegerehrungen wurden unter Beobachtung der Wetterlage kurz vor dem letzten großen Wolkenguss beendet.

Zum Abschluss sorgte das traditionelle Lagerfeuer mit Knüppelkuchen und Grillen – dann sogar bei Sonnenschein – für einen entspannten Ausklang des Tages. Im nächsten Jahr kann das Wetter nur besser werden und dann wird das Stauseespektakel hoffentlich viel mehr Sportler anziehen, die auf den langen und ganz langen Strecken sowie im Team um die Wette schwimmen werden.

Vielen Dank für die Unterstützung durch die Angestellten im Stauseebad Cossebaude von der Bäder GmbH, an die Wasserwacht Dresden Land, an die Sponsoren, an alle Organisatoren und Helfer sowie an alle Teilnehmer, ob Schwimmerin und Schwimmer oder Angehöriger, Gast und Zuschauer! Bis zum nächsten Jahr!